NORDPFAD Kempowskis Idylle

11.60 km long
Round trip
Difficulty: easy
Condition: medium
Hiking trail
Walking / hiking
Nordic walking

Moore, megalithic tombs and home town of a famous writer

The NORDPFAD invites you to explore the Steinfelder Holz, the Stellingsmoor and the village of Nartum, which is surrounded by fields and meadows and has a population of 750. Walter Kempowski, an important German writer of the 20th century, lived here for 42 years.

Good to know

Pavements

Asphalt

Best to visit

suitable
Depends on weather

Directions

Since February 2021, we have been starting our circular walk  at the Nartum cemetery, where the grave of Walter Kempowski, who gave his name to this hiking trail, is also located. There are plenty of parking spaces available there and an information board provides information about the route.

Before we set off, we visit theNartumer Großsteingrab, which is located to the left of the cemetery. It consists of a well-preserved burial chamber five meters long. We then walk past the chapel and the cemetery to the first crossroads, where there is a herb bed of the "Nartumer Kräuter-Runde". Many of the ten lovingly planted, fragrant beds are located directly on our NORDPFAD. We continue straight ahead through the fields in the direction of the Röhrbergeiche.

On arrival at the  natural monument, the shady resting place on the 43-metre-high Röhrberg offers a wonderful view of the surrounding fields and meadows of Nartum. A little later, we enter the cool forest area of Steinfelder Holz. Through the dense mixed forest, past the parking lot of starting point 2, we reach the Steinfelder Großsteingrab. Unlike other megalithic tombs, the burial chamber built from huge boulders extends in a north-south direction. The rest area here invites you to take a break.

After another 600 m, we leave the dense forest. We walk along the edge of the forest on near-natural paths. Along the way, a collection of boulders invites you to stack cairns. A wide gravel path leads us to the Hemelsmoor nature reserve past a birch-pine forest. Our next destination is theSandkuhle Steinfelder Holz, from the crest of which there is an impressive view into the depths of the former sand extraction site. The hill offers a good place for a break before continuing along the edge of theStellingsmoor. The highlight of this section is the "Utkiek" viewpoint, which offers a wide view of the rewetted moorland.

Along small drainage ditches with many views of the moorland and through boggy grassland, we finally approach the fields and meadows of Nartum. In Nartum, a detour into the street "Zum Röhrberg" leads to theHaus Kreienhoop, home and workplace of the deceased writer and seat of today's Kempowski Foundation. From the crossroads, it is only 600 m to the Nartumer Motormühle. Together with the bakehouse and the square under the oak trees, this forms the center of the village of Nartum. From there, it is not far to the starting point. 

Disturbance reports
Before your hike, you should checkwww.nordpfade.de for information about possible detour and path disturbances that may occur, for example due to flooding, storm damage or forestry work.

Route markings

Markierungszeichen
Das Markierungszeichen zeigt ein weißes „N“ auf orangem Grund mit dem Namen des NORDPFADES Kempowskis Idylle.

Beschilderung
Zielwegweiser ergänzen die Markierung und sind an markanten Stellen platziert. Auf den Wegweisern sind Orte aufgeführt, die sich auf der Strecke befinden oder von dort abzweigen, samt den Entfernungskilometern. Unterhalb befindet sich das Logo des jeweiligen NORDPFADES.

Directions & Parking facilities

It is around 10-15 minutes from the A1 highway to the starting points, each of which has an information board and parking facilities.
  • Starting point 1: 27404 Nartum, Nartum cemetery, Raiffeisenstraße, approx. 200 m from the NORDPFAD 
  • Starting point 2: 27412 Steinfeld, Steinfelder Holz, Am Walde
Two parking facilities are available at the NORDPFAD. The respective starting points can also be found there.
  • Parking lot 1: 27404 Nartum, Friedhof Nartum, Raiffeisenstraße, approx. 200 m from the NORDPFAD 
  • Parking lot 2: 27412 Steinfeld, Steinfelder Holz, Am Walde
Anreise mit der Bahn

Bushaltestelle:
Nartum - Am Brink, etwa 600 m vom Startpunkt 1 des NORDPFADES entfernt, nahe der Motormühle Nartum
Buslinie 864: verkehrt Mo.-Fr. zwischen Zeven Busbahnhof und Nartum
Infos: www.vbn.de

Additional information

Komoot
In der bekannten Outdoor-App haben wir alle 24 Rundwanderwege in einer eigenen NORDPFADE-Collection zusammengestellt. Die Touren sind auch im Portal unter der Region "Nördliche Heide" zu finden.

Noch nicht auf Komoot?
Für Neukunden gibt es einen kostenfreien Gutschein-Code. Der Code lautet ROW und kann über "Gutscheinn einlösen" auf komoot.de/g oder unter dem Link https://komoot.com/de-de/g?code=ROW eingelöst werden.

More information

Der Startplatz 1 wurde vom ehemaligen Melkhus beim Hof Intemann, Mulmshorner Str. 10 in 27404 Nartum zum Friedhof Nartum in der Raiffeisenstraße verlegt. Grund für die Verlegung ist, das stark gestiegene Wanderinteresse und die damit verstärkte Nutzung des Parkplatzes, welcher sich in Privatbesitz befindet.“

Literature

Die folgenden Prospekte sind kostenfrei in den örtlichen Touristinfos und unter Prospektbestellung erhältlich. Dort stehen sie auch als Download zur Verfügung. 

  • NORDPFADE-Tourenbegleiter
    Die kleine Broschüre enthält alles Wissenswerte zur Wanderregion.

  • NORDPFADE-Übersichtskarte
    Das handliche Faltblatt ist die kleine Planungsgrundlage für Umweltbewusste.

  • NORDPFADE-Wanderpass
    Die stempelfreie Variante für Sammler.
Zudem gibt es ein Taschenbuch das der Editon Temmenverlag herausgebracht hat. Ein amüsant geschriebener "WanderVERführer" von Lucia Gefken, die ihrem Alltag entflieht und zu wandern beginnt.

  • Meine NORDPFADE 
    Oder: "Es muss ja nicht immer der Jakobsweg sein!"

Contact person

Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V.
- Ihr Ansprechpartner für die NORDPFADE und die Region
Harburger Str. 59
27356 Rotenburg (Wümme)

License (master data)

Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme)
License: Attribution

Author´s Tip / Recommendation of the author

Wer war Walter Kempowski, der Namensgeber dieses NORDPFADES?
Quelle: www.ndr.de/geschichte/koepfe/Walter-Kempowski-Ein-literarischer-Chronist,walterkempowski101.html


Ein literarischer Chronist

Walter Kempowski gehört seit Jahrzehnten zu den meistgelesenen deutschen Gegenwartsautoren und gilt als einer der großen literarischen Chronisten deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde der 2007 verstorbene Schriftsteller und Ehrenbürger der Stadt Rostock vor allem durch sein Werk "Echolot" in zehn Bänden, das Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und andere Dokumente aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zu einer Collage verdichtet.

Vom Dorfschullehrer zum Autor

Am 29. April 1929 wurde Kempowski in Rostock als Sohn eines Reeders geboren. Drei Jahre nach Kriegsende wurde er wegen angeblicher Wirtschaftsspionage verhaftet und saß acht Jahre lang im DDR-Zuchthaus in Bautzen ein. Mitte der 50er-Jahre zog er in den Westen, studierte in Göttingen Pädagogik und arbeitete 20 Jahre lang als Dorfschullehrer in Niedersachsen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Nartum und Breddorf, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.
Zu seinen bekannten Werken zählen unter anderen "Tadellöser & Wolff", "Uns geht's ja noch gold. Roman einer Familie" und "Deutsche Chronik". Für sein Mammut-Werk "Echolot" erhielt er auch aus dem Ausland große Anerkennung. Sein letztes Buch "Alles umsonst" erschien 2006. Der Roman handelt von der dramatischen Flucht der Deutschen im Kriegswinter 1945 aus dem von der Roten Armee besetzten Ostpreußen.

Tagebücher als wichtigste Quellen

In seinen Werken beschäftigte sich der Autor immer wieder mit dem Thema totalitäre Gewalt und Ideologie. Dabei verarbeitete er zahlreiche Elemente der eigenen Biografie von der Zeit im Dritten Reich über die Kriegswirren und die Flucht bis hin zur Verurteilung und Inhaftierung wegen Spionage durch die sowjetischen Besatzer im Nachkriegsdeutschland.

Wichtigste Quelle für Kempowskis Schaffen waren Tagebücher: seine eigenen, die Kempowski seit 1945 geführt hatte, aber auch die Aufzeichnungen anderer Menschen, die er seit den 80er-Jahren sammelte. Vielen seiner Rezensenten galt Kempowski als Stellvertreter für eine ganze Generation des deutschen Nachkriegsbürgertums.

Zahlreiche Auszeichnungen

Kempowski hatte lange auf eine breite Anerkennung warten müssen - dem bekennenden Antikommunisten brachte der kommerzielle Erfolg seiner neun Chronik-Romane nicht unbedingt auch gleich die entsprechende literarische Würdigung. Das änderte sich grundlegend erst mit der Veröffentlichung der Echolot-Kriegschronologie in den 90er-Jahren. Zahlreiche Ehrungen folgten.
So erhielt Kempowski unter anderem im Oktober 2005 in Rostock den Hans-Erich-Nossack-Preis für sein Lebenswerk. Zu den weiteren Auszeichnungen zählen unter anderem der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (1994), das Bundesverdienstkreuz (1996) und der Verdienstorden des Landes Niedersachsen (2004). 2005 erhielt er den Thomas-Mann-Preis.

Die Akademie der Künste in Berlin, die 2005 das Archiv des Schriftstellers übernommen hatte, stellte dessen persönliche Sammlung in diesem Jahr unter dem Titel "Kempowskis Lebensläufe" aus. Wegen seiner Krankheit konnte der Schriftsteller die Schau nicht selber sehen. Nach Angaben seiner 2019 verstorbenen Ehefrau Hildgard Kempowski war diese Ausstellung aber der "Höhepunkt seines Lebens". "Die Bedeutung, die Sie meinem Werk beimessen, hat mich überrascht, und die Liebe und Sorgfalt, die man der Realisation dieser Ausstellung angedeihen ließ, macht vieles wieder gut", erklärte Kempowski in einer Grußbotschaft, die sein Sohn Karl Friedrich zur Eröffnung verlas. Seine Geburtsstadt Rostock hatte Kempowski 1994 die Ehrenbürgerwürde verliehen

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