Mit der Ausstellung Drag Queens and other Stories präsentiert das Kunsthaus
Göttingen eine umfassende Auswahl aus dem Werk eines der international
bedeutendsten Porträtfotografen der Gegenwart. Die von Anke Degenhard kuratierte
Ausstellung vereint vier zentrale Werkgruppen – Close-Up, Drag Queens, Portraits
und Death Row Exonerees – und zeigt Martin Schoellers unverwechselbaren Blick auf
den Menschen.
Einen Mittelpunkt der Ausstellung bildet die Serie Close-Up, mit der Schoeller die
zeitgenössische Porträtfotografie nachhaltig geprägt hat. Die radikale Nähe seiner
Aufnahmen macht kleinste Nuancen von Mimik, Haut und Blick sichtbar und lässt jedes
Gesicht zu einer individuellen Erzählung werden. Prominente Persönlichkeiten
begegnen unbekannten Menschen auf Augenhöhe und fordern dazu auf, gewohnte
Vorstellungen von Identität, gesellschaftlicher Bedeutung und Status zu hinterfragen.
Mit den titelgebenden Drag Queens erweitert Schoeller diesen Ansatz um Fragen von
Selbstinszenierung, Identität und Sichtbarkeit. Die eindrucksvollen Porträts zeigen Drag
als künstlerische Ausdrucksform und als selbstbewusste Gestaltung von Identität.
Jenseits spektakulärer Kostüme, Make-ups und inszenierter Rollen richtet Schoeller den
Fokus auf die Persönlichkeiten hinter den Performances. Seine Fotografien würdigen
ihre Kreativität, ihre Individualität und die Vielfalt persönlicher Lebensentwürfe.
Einen gesellschaftspolitischen Perspektivwechsel erfordert die Serie Death Row
Exonerees. In Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Organisation Witness to
Innocence porträtierte Schoeller Menschen, die unschuldig zum Tode verurteilt und erst
nach Jahren oder Jahrzehnten freigesprochen wurden. Die Fotografien verleihen ihren
Geschichten ein Gesicht und machen eindringlich sichtbar, welche Folgen
Justizirrtümer für das Leben der Betroffenen haben. Zugleich erzählen sie von Würde,
Resilienz und der Hoffnung auf Gerechtigkeit.
In der Gegenüberstellung dieser Werkgruppen entfaltet Drag Queens and other
Stories ein vielschichtiges Panorama menschlicher Identität. Die Ausstellung macht
deutlich, dass Schoellers Fotografien weit über das klassische Porträt hinausgehen. Sie
erzählen von Individualität und Verletzlichkeit, von Selbstbestimmung und
gesellschaftlichen Zuschreibungen sowie von der Kraft der Fotografie, Menschen mit
Respekt, Aufmerksamkeit und Offenheit zu begegnen
Göttingen eine umfassende Auswahl aus dem Werk eines der international
bedeutendsten Porträtfotografen der Gegenwart. Die von Anke Degenhard kuratierte
Ausstellung vereint vier zentrale Werkgruppen – Close-Up, Drag Queens, Portraits
und Death Row Exonerees – und zeigt Martin Schoellers unverwechselbaren Blick auf
den Menschen.
Einen Mittelpunkt der Ausstellung bildet die Serie Close-Up, mit der Schoeller die
zeitgenössische Porträtfotografie nachhaltig geprägt hat. Die radikale Nähe seiner
Aufnahmen macht kleinste Nuancen von Mimik, Haut und Blick sichtbar und lässt jedes
Gesicht zu einer individuellen Erzählung werden. Prominente Persönlichkeiten
begegnen unbekannten Menschen auf Augenhöhe und fordern dazu auf, gewohnte
Vorstellungen von Identität, gesellschaftlicher Bedeutung und Status zu hinterfragen.
Mit den titelgebenden Drag Queens erweitert Schoeller diesen Ansatz um Fragen von
Selbstinszenierung, Identität und Sichtbarkeit. Die eindrucksvollen Porträts zeigen Drag
als künstlerische Ausdrucksform und als selbstbewusste Gestaltung von Identität.
Jenseits spektakulärer Kostüme, Make-ups und inszenierter Rollen richtet Schoeller den
Fokus auf die Persönlichkeiten hinter den Performances. Seine Fotografien würdigen
ihre Kreativität, ihre Individualität und die Vielfalt persönlicher Lebensentwürfe.
Einen gesellschaftspolitischen Perspektivwechsel erfordert die Serie Death Row
Exonerees. In Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Organisation Witness to
Innocence porträtierte Schoeller Menschen, die unschuldig zum Tode verurteilt und erst
nach Jahren oder Jahrzehnten freigesprochen wurden. Die Fotografien verleihen ihren
Geschichten ein Gesicht und machen eindringlich sichtbar, welche Folgen
Justizirrtümer für das Leben der Betroffenen haben. Zugleich erzählen sie von Würde,
Resilienz und der Hoffnung auf Gerechtigkeit.
In der Gegenüberstellung dieser Werkgruppen entfaltet Drag Queens and other
Stories ein vielschichtiges Panorama menschlicher Identität. Die Ausstellung macht
deutlich, dass Schoellers Fotografien weit über das klassische Porträt hinausgehen. Sie
erzählen von Individualität und Verletzlichkeit, von Selbstbestimmung und
gesellschaftlichen Zuschreibungen sowie von der Kraft der Fotografie, Menschen mit
Respekt, Aufmerksamkeit und Offenheit zu begegnen
Price info
- Um einen Beitrag zur Ausstellung wird nach dem Pay as you please-Prinzip beim Verlassen des Kunsthauses gebeten.
Bei Anfragen zu den Fotografien von Martin Schoeller wenden sie sich bitte
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